Was kann ich selbst bei Migräne tun?

Jeder Betroffene kann auch selbst dazu beitragen, dass die Anzahl und Schwere seiner Attacken abnimmt. Zum einen kann er versuchen, seine eigenen Migräneauslösefaktoren (englisch: Trigger) weitestgehend zu vermeiden. Dazu sollte man seine eigenen Trigger zunächst einmal identifizieren. Nicht immer ist es einfach, einem Auslöser aus dem Weg zu gehen. Manchmal müssen auch mehrere zusammenkommen, um eine Attacke zu verursachen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist eine Veränderung des Lebensstils mit ausreichend Bewegung, gesunder Ernährung und Vermeidung von Stress. Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen oder Yoga sind bei den Betroffenen ebenfalls sehr beliebt, da dadurch die Schmerzanfälligkeit des gesamten Körpers sinkt. Ebenfalls gehört auch das Betreiben von Ausdauersport neben der Stressbewältigung zu den therapeutischen Eckpfeilern. Auch das Einhalten von regelmäßigen Essens- und Schlafenszeiten lohnt sich für Migräne-PatientInnen. In manchen Fällen kann auch das Erlernen von Schmerzbewältigungsübungen sinnvoll sein. Dabei lernt man durch Anleitung von ÄrztInnen oder PsychologInnen, seine Aufmerksamkeit vom Schmerz wegzulenken und sich auf angenehme Dinge zu konzentrieren – Schmerzen werden damit leichter zu ertragen. Schmerzlindernde Wirkung hat auch die Akupunktur. Mit der fernöstlichen Nadelbehandlung lassen sich Anzahl und Stärke der Migräne-Attacken reduzieren, das Schmerzempfinden wird wieder normalisiert.

Es gibt einige komplementärmedizinische Therapien, die wissenschaftlich nicht gesichert sind, wie etwa Reizstrombehandlung, lokale Injektionen in die Kopfhaut, Blutwäsche oder Schröpfen.
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