Wodurch kann Migräne ausgelöst werden?
Migräneauslöser (Trigger)

Ganz genau weiß die Medizin noch nicht, wie Migräne entsteht, obwohl in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse aus der Forschung gewonnen werden konnten. ÄrztInnen vermuten, dass es während einer Migräne zu einer Veränderung des Blutflusses im Gehirn kommt. Eine Gruppe spezieller Eiweiße, die „Neuropeptide“, verursachen eine Erweiterung oder eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn (oder den Austritt von Stoffen aus dem Blut in das umliegende Gewebe), wenn diese außergewöhnlich stimuliert werden. Vom Hirnstamm ausgehend wird das Gehirn während einer Migräneattacke stärker durchblutet, dadurch kommt es zu einer Entzündung, die die Schmerzempfindlichkeit stark erhöht. Durch den Pulsschlag an den entzündeten Gefäßwänden entsteht der typisch pochende Migräne-Schmerz, der bei Bewegung noch an Intensität zunimmt.

Einfluss der Hormone
Vieles spricht für den Einfluss der Hormone bei Migräne: Etliche PatientInnen berichten über den Beginn der Migräne in der Pubertät, also mit der Hormonumstellung. Bei 15 Prozent der betroffenen Frauen hat die Migräne im gleichen Jahr wie das Einsetzen der Menstruation begonnen. Durch die Hormonschwankungen im Laufe des Menstruationszyklus werden bei den betroffenen Frauen Migräne-Attacken ausgelöst. Bei Patientinnen, die an dieser Form der menstruellen Migräne leiden, verringert sich die Anzahl und Schwere der Anfälle meist während einer Schwangerschaft, wobei die Migräne nach der Geburt wieder in ihrem normalen Ausmaß einsetzen kann. Auch nach den Wechseljahren stellen viele Patientinnen eine Milderung ihrer Erkrankung fest.

Vererbung
Migräne kann auch in der Familie vererbt werden: Rund die Hälfte der Betroffenen hat mindestens ein ebenfalls erkranktes Familienmitglied. Insbesondere bei Migräne mit Aura kommt die genetische Anlage besonders häufig vor.
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